Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Gut drei Viertel der Unternehmen sind aktiv in beruflicher Weiterbildung

(21.07.2017) Das Statistische Bundesamt hat die Ergebnisse der Fünften Europäischen Erhebung über die berufliche Weiterbildung für die Bundesrepublik Deutschland veröffentlicht. Danach nutzten 77 Prozent der deutschen Unternehmen Weiterbildungsmaßnahmen zur Qualifizierung ihrer Beschäftigten. Danach ist der Anteil der weiterbildenden Unternehmen gegenüber der vorherigen Erhebung um 4 Prozentpunkte gestiegen, so das Statistische Bundesamt.
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Arbeit transformieren

(14.07.2017) 2015 setzte die Hans Böckler Stiftung eine Kommission zur „Zukunft der Arbeit“ ein. 32 Mitglieder aus Aufsichtsräten und Betriebsräten großer Unternehmen, Kreativwirtschaft, Gewerkschaften, Ministerien und unterschiedlichen Forschungsdisziplinen betrachteten gemeinsam die Änderungen in der Arbeitswelt. Am Ende sollten sie Antworten auf zwei zentrale Fragen geben:

Wie wird die Arbeit der Zukunft aussehen? Vor welchen neuen Gestaltungsaufgaben steht die Arbeitspolitik?

Die Stiftung wollte keinen gemeinsamen Abschlussbericht. Zudem gab es keine Zielvorgaben für die Diskussion. Stattdessen wurde ein offener Diskussionsraum geschaffen werden, der es erlaubte, noch weitgehend unbekanntes Terrain für Forschung und Arbeitspolitik möglichst umfassend auszuleuchten. Jetzt hat die Kommission den Abschlussbericht vorglegt.

„Bei aller Unterschiedlichkeit teilten die Kommissionsmitglieder jedoch die Neugier auf die erst in Ansätzen erkennbaren Umbrüche, die der technologische Fortschritt nach sich ziehen wird. Und ebenso einig waren sie sich in dem Wunsch, mit ihren Gedanken und Ideen dazu beizutragen, dass die Arbeitswelt möglichst vielen Menschen eine hohe Lebensqualität und eine sichere Zukunft bietet.
Geprägt war die Arbeit der Kommission durch die gemeinsame Überzeugung, dass eine Gestaltung von Arbeit, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, einen wesentlichen Beitrag zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft und zur Stärkung unserer Demokratie leistet.“
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„Beteiligung am Bildungsurlaub erhöhen“

(14.07.2017) In ihrer Sitzung am 21.04.2016 hat die Bremische Bürgerschaft (Landtag) den Antrag der Fraktionen der SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN „Beteiligung am Bildungsurlaub erhöhen“ vom 21.01.2016 beschlossen. Der Senat hat den Beschluss zur Kenntnis genommen und ihn zur weiteren Veranlassung an die Senatorin für Kinder und Bildung überwiesen.

Inzwischen liegt der Bericht der Senatorin vor. Aufgrund des Berichts sieht der Senat dringenden Bedarf, das Gesetz an zwei Stellen zu ändern. Der Titel soll von „Bildungsurlaub“ in „Bildungszeit“ geändert werden. Der alte Begriff würde mit Freizeitcharakter verbunden, „um den es im Bildungsurlaub nicht geht“. Lernen ist halt eine ernste Angelegenheit! Zudem müsse das Ziel der Bildungsmaßnahme deutlich hervorgehoben werden. Die Teilnehmer*innen sollten nach der Bildungsmaßnahme einen „Zuwachs an Kompetenzen“ erfahren haben, der einen „attraktiven Mehrwert“ darstelle. Sowohl der Antrag wie auch die Teilnahmebescheinigungen sollen zukünftig die zu „erwerbenden Kompetenzen ausweisen“.
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Wer bildet sich in welcher Form weiter?

(04.07.2017) Es klingt doch etwas paradox. Alle halten es für wichtig, sich ständig weiterzubilden. Diese Aussage wurde von 94 Prozent aller Befragten 2003 als richtig bezeichnet. Zugleich nehmen nach den vorliegenden Zahlen nur 41 Prozent der Befragten an Weiterbildung teil. Da stimmt doch was nicht.

Entweder geben die Menschen an, Weiterbildung sei wichtig, weil es ihnen von Politik und Wirtschaft so vorgepredigt wird. Aber in Wirklichkeit spielt sie eher eine untergeordnete Rolle. Oder aber die Frage, was denn nun Weiterbildung sei, wird falsch gestellt. Die Menschen bilden sich zwar weiter, aber die Formen, in denen das geschieht, werden nicht als Teilnahme an Weiterbildung gewertet und abgefragt.

Eine neue Studie hat da besser nachgefragt. Es ist die Erwachsenenbefragung des Nationalen Bildungspanels (Etappe 8 des NEPS). Thomas Kruppe und Merlind Trepesch haben sich die Daten angesehen und für das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ausgewertet. Sie heben insbesondere „die Vorzüge und das Analysepotenzial dieser Datenquelle“ hervor, die in mehreren Befragungswellen das Weiterbildungsverhalten über einen längeren Zeitraum abbildet. „Zu den Auswertungen, die auf Grund fehlender Daten zuvor nicht möglich waren, gehören die Beteiligung an formaler Weiterbildung über den gesamten Lebensverlauf, sowie die Teilnahme an non-formaler und informeller Weiterbildung über mehrere Befragungswellen hinweg“, so die Autor*innen.
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Digitalisierung – Herausforderungen für die Berufsbildung und Weiterbildung

(03.07.2017) Digitalisierung bzw. Arbeit 4.0 wird Auswirkungen darauf haben, wie wir in Zukunft arbeiten wollen und werden. Bildungsprozesse, Voraussetzung für Teilhabe am Arbeitsprozess, sind Veränderungen unterworfen, die in ihrer Gesamtheit noch nicht vollständig erfasst sind. Unstrittig ist jedoch, dass die vermehrten Restrukturierungs- und Innovationsprozesse infolge der Digitalisierung veränderte Aus- und vermehrte Weiterbildung erforderlich machen, insbesondere dann, wenn die Beschäftigten im Sinne guter Arbeit in der digitalisierten Arbeitswelt tätig und innovativ sein wollen.
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Zuständigkeit für Berufliche Bildung gehört ins Bildungsministerium

(24.06.2017) Wenn es um die berufliche Weiterbildung geht, versucht die Wirtschaft gerne, alleine über Inhalte und Teilnahme zu bestimmen. Wir wissen es besser, so lautet der gebetsmühlenartig vorgetragene Glaubenssatz der Wirtschaftsverbände.

Da ist es nur konsequent, wenn die neue schleswig-holsteinische Landesregierung jetzt auch die berufliche Bildung dem Wirtschaftsministerium zuordnet. Berufliche Bildung hat für die Vertreter der Jamaika-Koalition offensichtlich nichts mit Pädagogik und Emanzipation zu tun. Sie ist den Interessen der Wirtschaft untergeordnet. Da ist halt nicht das Bildungsministerium, sondern das Wirtschaftsministerium zuständig.
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Einigung in Entgeltverhandlungen bei der Deutschen Angestellten Akademie

(22.06.2017) Nach zunächst schwierigen Verhandlungen über Entgelt einigten sich die Verhandlungspartner Deutsche Angestellten Akademie (DAA) und ver.di am 15. Juni 2017 überraschend schnell auf ein Ergebnis. Damit konnte ein Streik bei der DAA abgewendet werden. Danke an alle, die mit dazu beigetragen haben! Dabeisein zahlt sich aus.
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Prekäre Beschäftigung – Herausforderung für die Gewerkschaften

(22.06.2017) In Deutschland sind so wenig Menschen arbeitslos wie seit 26 Jahren nicht mehr, die Zahl der Entlassungen geht zurück. Doch viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stecken im Niedriglohnsektor fest, in Minijobs, Leiharbeit, Befristungen oder ungewollter Teilzeit. Für rund jeden dritten Beschäftigten sind solche atypischen oder prekären Arbeitsformen immer noch der Normalfall.

In einer Broschüre zieht der DGB Bilanz über die Arbeit der letzten Jahre. Es hat Fortschritte gegeben, die prekäre Beschäftigung steigt nicht mehr oder nur noch langsam. Sie geht aber auch nicht zurück, es bleibt auch noch viel zu tun.

In dieser Broschüre nehmen wir diese Beschäftigungsformen genauer unter die Lupe. In den einzelnen Kapiteln wird zunächst anhand von Daten und Fakten die aktuelle Situation dargestellt. Im Anschluss daran werden konkrete Lösungswege aufgezeigt. Diese beziehen sich nicht nur auf Forderungen an die Politik, sondern auch auf das gewerkschaftliche Handeln: Wie lassen sich im Rahmen von Tarif- oder Betriebspolitik Verbesserungen erreichen, welche Strategien können Betriebsräte im Umgang mit prekärer Beschäftigung entwickeln?
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